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Biases during company start-up and expansion

Starting up or expanding a business means making many decisions. Our unconscious side is of course highly active and easily leads us on the wrong track - here are the most important biases that have also accompanied me intensively in the recent months.

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Biases in der Gründungsphase & beim Geschäftsausbau

Ein Unternehmen zu gründen bzw. auszubauen bedeutet viele Entscheidungen zu treffen. Unsere unbewusste Seite ist selbstverständlich höchst aktiv und führt uns leicht auf die falsche Spur - hier die wichtigsten Biases, die auch mich in den letzten Monaten intensiv begleitet haben. 

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27.05.2020 10:20

Schlüsse aus der Krise - wie gehen wir weiter?

Heuer ist ein seltsames Jahr - viele Menschen wurden unsanft aus gewohnten Bahnen gestoßen und haben in den letzten Wochen viele, teils neue, Erfahrungen gemacht. Nachdem ich im letzten Monat darüber geschrieben hatte, was die Krise mit uns macht sowie welche Kompetenz gerade jetzt nützlich ist, stelle ich nun eine weitere Frage: Welche Schlüsse können wir ziehen, wie es weiter geht?

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Wie viele andere auch, habe ich in den letzten Wochen viele Webinare besucht und dabei sehr bewusst hineingehört, wie verschiedene Communities die nähere Zukunft sehen. Was ist die Quintessenz?

Die durch Covid19 ausgelöste Krise gab direktes und teilweise brutales Feedback, hielt uns sozusagen einen Spiegel vor die Nase, etwa:

  • Für Unternehmen - wie schnell und flexibel konnten wir umstellen? Wie anfällig sind wir für rasche Veränderungen des Umfelds? Welche Optionen haben wir für die Zukunft?
  • Für Teams - wie stabil und verlässlich sind wir? Wie gut konnten wir remote zusammenarbeiten? Wie gut ist unser Netzwerk?
  • Für Einzelpersonen - Wie resilient bin ich selbst? Wie gehe ich mit Stress und Veränderung um? Wie ändert sich mein Verhalten?

In der Diskussion bestätigten viele, dass es erstens auch in einer Organisation (Unternehmen, Team, aber auch Familie) verschiedenste Ausprägungen und Geschwindigkeiten der Anpassung gab. Zweitens kamen all diejenigen bislang wesentlich besser durch, die bereits deutlich vor Corona in Optionen und Bandbreiten investiert hatten und somit flexibler handeln konnten - dies gilt auch im individuellen Bereich. Kritisch war weniger die Frage, wie schnell ich mit Zoom oder Webex umgehen konnte, sondern wie gut, schnell und stabil meine Selbststeuerung funktionierte. Und dies brauchte ebenfalls zeitliche Investitionen in sich selbst bereits vor der Krise.

Dieses pro-aktive Element halte ich generell für einen wesentlichen Schlüssel für Erfolg (näheres dazu im Artikel zu Response-ability) - in Abwandlung eines historischen Werbespruchs: man muss rechtzeitig darauf schauen, dass man es hat, wenn man es braucht.

Während es in der Frage des Ist-Zustandes in den Webinaren relativ breiten Konsens gab, stellten sich die Schlussfolgerungen daraus anders dar. Wie geht es nun weiter?

Zunächst - ich glaube nicht, dass jemand wirklich seriös prognostizieren kann, wie die nähere Zukunft aussehen wird (von der ferneren ganz zu schweigen, siehe auch Buchtipp weiter unten) - auch wenn dies viele momentan tun.

Welche Thesen gibt es momentan?

  • Es wird so sein wie vorher
  • Es wird nichts so sein wie vorher
  • Die Digitalisierung hat sich nun bewährt, es wird nun viel digitaler werden
  • Wir müssen jetzt sparen (implizit mit gesagt v.a. dort wo es schnell und leicht geht, z.B. beim Personal oder Dingen wie Trainings, Reisen,…)
  • Wir müssen jetzt investieren, weil wir die negativen Erfahrungen nicht wiederholen wollen (außerdem wollen wir die überholen, die jetzt sparen)
  • Wir müssen anders zusammenarbeiten und Strukturen schaffen, die halten

Vermutlich war hier etwas dabei, das deiner Sicht der Dinge nahekommt. Ich halte es auch für absolut unproblematisch, dass wir individuell unterschiedliche Schlüsse ziehen.

Wichtiger ist, dass wir uns die richtigen Fragen stellen. Diese sind aus meiner Sicht weniger vom Typ "wie wird die Zukunft sein", sondern etwa:

  • Was ist wirklich wichtig – für mich als Person oder auch als Organisation
  • Was möchte ich eigentlich tun
  • Mit wem und wie möchte ich arbeiten
  • Worin investiere ich am besten - in Tools, Maschinen, Erholung, Beziehungen,…oder Kompetenzen

Zweifellos wird 2020 als ein herausforderndes Jahr in Erinnerung bleiben und vielleicht als eines, das tatsächlich Umdenken mit sich gebracht hat.

Die Chance ist, aus den letzten Wochen wirklich zu lernen, den erhaltenen Spiegel gut zu nutzen. Persönlich glaube ich, dass es Zeit ist zu investieren (v.a. Zeit) und Strukturen, Kompetenzen, Beziehungen und Netzwerke zu schaffen, die krisenfest sind. Es werden weniger tun, als es gerade ankündigen - daher liegt darin auch eine weitere Möglichkeit!

Natürlich gibt es viele finanzielle Sorgen und für viele Unternehmen und Einzelpersonen werden die nächsten Wochen angespannt bleiben, aber: das andere knappe Gut ist die Zeit, die uns zur Verfügung steht. Und die gilt es gut und möglichst proaktiv zu nutzen!

26.05.2020 18:50

Conclusions from the crisis - how to proceed?

This year has been strange - many people have been rudely pushed off the beaten track and have had many, partly new, experiences in the last weeks. After having written last month about what the crisis is doing to us and which competence is useful right now, I now ask another question: What conclusions can we draw about how to proceed?

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Like many others, I have attended many webinars in the last few weeks and have listened very consciously to how different communities see the near future. What is the quintessence?

The crisis triggered by Covid19 gave direct and sometimes brutal feedback, holding a mirror in front of your nose, so to speak:

  • For companies - how quickly and flexibly could we change over? How susceptible are we to rapid changes in the environment? What options do we have for the future?
  • For teams - how stable and reliable are we? How well were we able to collaborate remotely? How good is our network?
  • For individuals - how resilient am I myself? How do I deal with stress and change? How does my behaviour change?

In the discussion, many confirmed that, firstly, even in an organisation (company, team, but also family) there are different forms and speeds of adaptation. Secondly, all those who had already invested in options and bandwidths well before Corona and were therefore able to act more flexibly had a much better chance of getting through - this also applies to the individual area. The critical question was not so much how quickly I could handle Zoom or Webex, but how well, quickly and stably my self-control worked. And this also required time investment in itself even before the crisis.

I generally consider this pro-active element to be an essential key to success (for more details, see the article on Response-ability) - in modification of a historical Austrian advertising slogan: you have to make sure you have it when you need it.

 

While there was a relatively broad consensus in the webinars on the question of the current situation, the conclusions drawn from it were different. What is the next step?

First of all - I don't think anyone can really seriously predict what the near future will look like (not to mention the more distant future, see also book tip below) - even if many people are doing so at the moment.

Which hypotheses are there at the moment?

  • It will be the same as before
  • Nothing will be the same as before
  • Digitisation has now proved its worth, it will now become much more digital
  • We have to save Costs now (implicitly added: especially where it is quick and easy, e.g. staff or things like trainings, travelling, ...)
  • We have to invest now because we don't want to repeat the experience (besides, we want to overtake those who save now)
  • We must work together differently and create structures that last

Probably there was something here that comes close to your her view of things. I also consider it absolutely unproblematic that we draw different conclusions individually.

More important is that we ask ourselves the right questions. In my opinion, these are less of the kind "what will the future be like", but rather something like:

  • What is really important - for me as a person or as an organization
  • What do I actually want to do
  • With whom and how would I like to work
  • What is the best place to invest - in tools, machines, recreation, relationships,...or skills

There is no doubt that 2020 will be remembered as a challenging year, and perhaps one that has actually brought about a change in thinking.

The chance is to really learn from the last few weeks, to make good use of the mirror we have received. Personally, I believe that it is time to invest (especially time) and create structures, competences, relationships and networks that are crisis-proof. There will be less actual Actions and changes than currently announced - so there is an additional potential in it!

Without doubt there are financial troubles and the next weeks will remain challenging for organisations and individuals, but: the other narrow good is the time that we have available. And it is our task to use it well and pro-actively!

28.04.2020 13:29

Was macht die Krise mit uns?

Jetzt im April 2020 ist ein passender Zeitpunkt erste Bilanz zu ziehen, was wir in diesem Jahr beobachtet konnten. Was als lokales Phänomen in einer fernen chinesischen Provinz begann, die viele nicht kannten, entpuppte sich als "schwarzer Schwan", der die Grundlagen unserer eingespielten Routinen kräftig durcheinander wirbelte.

Was konnten wir in der Covid-19-Krise beobachten - an uns, an anderen? Was hat die Krise mit uns gemacht? Welche Schlüsse ziehen wir daraus?

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Am 12. März traf ich mich mit einem ehemaligen Arbeitskollegen, der sich gerade beruflich veränderte. Obwohl bereits mit Desinfektionsmitteln ausgestattet, haben wir uns entspannt über Job, die vielen Freizeitmöglichkeiten in Wien und über mögliche gemeinsame Projekte unterhalten.

Am nächsten Tag war alles anders, dann im Zeitraffer: Einschränkungen, Bilder aus der Lombardei, Panik, Hamsterkäufe, leerer Terminkalender, Corona-Dauerberichterstattung, Homeoffice, Mundschutz, Webinare, Unsicherheit, Frage nach dem "was kommt jetzt?". Die Krise hat etwas bewirkt, aber was?

Anfangs konnten wir alle persönlich und unmittelbar sehen, wie wir in einer rasch veränderten Umgebung handeln - unsere Routinen, unsere Pläne, unser Sozialleben waren plötzlich anders. Unser Gehirn reagiert in solch einer Stressphase damit, auf alte Muster zurückzugreifen - generelle und individuelle. Emotionen übernehmen ungefiltert das Kommando (etwas mehr dazu im kostenlosen Webinar "Besser entscheiden in der Krise").

Ein Beispiel ist der Modus "Kampf / Flucht / Totstellen" - bezogen auf Covid19:

  • Aktionismus, etwas tun, Hamsterkäufe um Sicherheit zu schaffen (Kampf, aber warum gerade Klopapier?)
  • Zuhause bleiben, möglichst nicht nach draußen gehen (Flucht)
  • Problem negieren, klein reden ("nur eine Grippe"), ignorieren (Totstellen)

Wir haben wohl alle individuell anders reagiert, jedoch stärker Muster-gesteuert als im Normalmodus - unser System 2 (näheres dazu im De-Biasing Intro Workshop) hatte teilweise schlechte Karten. So gesehen ein guter Zeitpunkt eigene Biases in Aktion zu sehen, das Wissen darüber vorausgesetzt.

Was können wir daraus mitnehmen? Einen Schritt zurück zu machen und eigene Handlungen in den letzten Wochen zu reflektieren, ist ein wertvoller erster Schritt. Das ungefilterte Zutage treten verschiedener Emotionen und Muster hilft, sich besser zu verstehen - idealerweise im reinen Beobachtungsmodus und ohne Be- und Verurteilung eigener (Re)Aktionen.

Dies ermöglicht den zweiten Schritt, das Schaffen von mehr Handlungsoptionen in der Zukunft. Wir haben die Wahl auf jeden externen Reiz bewusst zu reagieren und nicht automatisch. Die Voraussetzung dazu ist die eigenen Muster (und Biases) besser zu kennen und verstehen sowie rechtzeitig (daher: nicht im Krisenmodus) mehr Perspektiven zu entwickeln (mehr dazu im Artikel "Response-ability").

Klingt schwierig? Ist es wohl auch.

Andererseits die große Chance in der nächsten Krise bzw. Stress-Situation mehr und andere Handlungsmöglichkeiten im Programm zu haben - und das ist jedenfalls ein großer Vorteil!

25.04.2020 10:45

Response-ability - more than taking charge

The last weeks have made an impression - life has changed for all my friends and acquaintances. Suddenly home office, financial worries, the loss of the freedom of movement and usual possibilities, more pressure at work, loss of the main content of work - all this and much more.
Which competence helps us to deal with this better?

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I remember the first days after the massive restrictions and their effects - at first fluctuating between the need to quickly find replacements for the activities that had been lost and the knowledge that clarity is needed right now. Sometimes optimistic (my favourite bias), then back to the start - no clear winner for two weeks! What is important here?

To develop new perspectives is one of the most enriching things, it opens your eyes. The prerequisite for this is clarity and the awareness to be able to create options yourself. The word "responsibility" helps me here.

Dismantled into its individual parts, we get "response-ability". So it's all about the ability to find responses - responses to newly emerging questions, changes or challenges. It is then our decision which of these we finally choose.

This approach enables us to realize that there is something in between an event, a new situation or a rapidly changing environment and our response to it - this is what we need to recognize in the very situation. We don't have to follow the usual paths, we don't have to react as we always do. We have the choice.

But what helps us to develop more options in this gap between stimulus and response?

Here are the three most important factors:

  • Self-perception - we have had many good opportunities to observe ourselves in recent weeks. What do we do? How do we react? What are typical patterns?
    Here it is important to act as non-judgmental as possible - instead of "I am angry / discouraged / ..." it helps to perceive one's own emotions neutrally ("I feel anger / lack of courage / ..."). You quickly learn to define yourself less through certain emotions, but to see which emotions occur in which context.
  • Imagination - this central (and not digitizable) ability distinguishes us to create new possibilities in our head. Maybe alone, maybe with a partner - in any case, we can imagine how our environment can develop and what we could do differently on our part.
  • Judgement - which option fits? On the one hand, this is a question for our very personal values and norms - thinking clearly means knowing and formulating them as well as possible. On the other hand, it helps to know which unconscious factors shape our judgment. These thought patterns and biases are also individual - it opens our eyes to see how they actually guide us.

In my experience, these three factors help immensely to create new possibilities and to make the most appropriate choice afterwards. We can sharpen them by focusing on them and developing them in time. Pro-activity therefore also means more than initiative - it is about taking responsibility for ourselves in order to create "response-ability".

Over the years (as well as now) this approach has often helped me to develop new perspectives - I tell you a few of them in the free webinar "Decide better in the crisis".

It's up to us to learn from each crisis and to prepare for the next one in time - because it's coming for sure!

24.04.2020 15:14

Response-ability - mehr als Verantwortung

Die letzten Wochen haben Eindruck gemacht - bei allen meinen Freunden und Bekannten hat sich das Leben verändert. Plötzlich Homeoffice, finanzielle Sorgen, der Verlust von der gewohnten Bewegungsfreiheit und Vielfalt, mehr Druck im Job, Wegfall vom Hauptinhalt der Arbeit - alles dabei und noch viel mehr.
Welche Kompetenz hilft uns damit besser umzugehen?

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Ich erinnere mich an die ersten Tage nach den massiven Einschränkungen und deren Auswirkungen - anfangs schwankend zwischen dem Bedürfnis schnell Ersatz für die weggebrochenen Aktivitäten zu finden und dem Wissen, dass gerade jetzt Klarheit notwendig ist. Manchmal optimistisch (mein Lieblings-Bias), dann wieder zurück beim Start angelangt - zwei Wochen kein eindeutiger Sieger! Was ist hier wichtig?

Neue Perspektiven zu entwickeln ist eine der bereicherndsten Dinge, es öffnet die Augen. Die Voraussetzung dafür ist Klarheit und das Bewusstsein, selbst Optionen schaffen zu können. Mir hilft dabei das Wort "responsibility", bewusst nicht übersetzt.

In die Einzelteile zerlegt, erhalten wir "response-ability". Es dreht sich also um die Fähigkeit, Antworten zu finden - Antworten auf neu auftauchende Fragen, Veränderungen oder Herausforderungen. Welche wir dann davon wählen, ist unsere Entscheidung.

Durch diesen Zugang können wir uns klar machen, dass zwischen einem Ereignis, einer neuen Situation oder einem rasch geänderten Umfeld und unserer Reaktion darauf etwas dazwischen liegt - das gilt es in der Situation zu erkennen. Wir müssen nicht gewohnte Bahnen befahren, wir müssen nicht so reagieren wie immer. Wir haben die Wahl.

Doch was hilft uns um mehr Wahlmöglichkeiten in dieser Lücke zwischen Reiz und Reaktion treffen zu können?

Hier sind die drei wichtigsten Faktoren:

  • Selbstwahrnehmung - wir hatten in den letzten Wochen viele gute Möglichkeiten uns selbst zu beobachten. Was tun wir? Wie reagieren wir? Was sind typische Muster?
    Wichtig ist hier möglichst urteilsfrei zu agieren - statt "ich bin wütend / mutlos / …" hilft es die eigenen Emotionen neutral wahrzunehmen ("ich fühle in dieser Situation Wut / fehlenden Mut /…"). Rasch lernt man so sich nicht durch bestimmte Emotionen zu definieren, sondern zu sehen, welche Emotionen in welchem Kontext auftreten.
  • Phantasie - diese zentrale (und nicht digitalisierbare) Fähigkeit zeichnet uns aus, um neue Möglichkeiten im Kopf zu entwerfen. Vielleicht alleine, vielleicht mit Partner - jedenfalls können wir uns vorstellen, wie sich unser Umfeld weiterentwickeln kann und was wir hier unsererseits anders machen könnten.
  • Urteilsvermögen - welche Option passt? Das ist zum einen eine Frage an unsere höchstpersönlichen Werte und Normen - klar denken bedeutet diese möglichst gut zu kennen und auszuformulieren. Zum anderen hilft hier zu wissen, welche unbewussten Faktoren unser Urteil prägen. Diese Denkmuster und Biases sind ebenfalls individuell - es öffnet die Augen zu erkennen, wie sie uns tatsächlich lenken.

Diese drei Faktoren helfen meiner Erfahrung nach ungemein, neue Möglichkeiten zu schaffen und auch danach die Wahl der passendsten davon zu treffen. Wir können sie schärfen, indem wir sie in den Fokus rücken und rechtzeitig entwickeln. Pro-Aktivität bedeutet daher auch mehr als Initiative - es geht darum die Verantwortung für uns selbst zu übernehmen, um "response-ability" zu schaffen.

Mir hat dieser Zugang schon oft im Laufe der Jahre (so wie auch jetzt) geholfen, neue Perspektiven zu entwickeln - ein paar davon erzähle ich im kostenlosen Webinar "Besser entscheiden in der Krise".

Wir haben es selbst in der Hand aus jeder Krise zu lernen und uns rechtzeitig auf die nächste vorzubereiten - denn die kommt leider bestimmt!

26.01.2020 18:35

Biases during company start-up and expansion

Starting up or expanding a business means making many decisions. Our unconscious side is of course highly active and easily leads us on the wrong track - here are the most important biases that have also accompanied me intensively in the recent months.

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Overconfidence

Self-confidence is good and necessary in Business life. This thinking error, however, lies in seeing one's own abilities and judgements much better than they are. This also includes being able to assess the personal influence on a result.

It has been proven in many studies that the confidence in one's own assessments and prognoses is significantly higher than the corresponding accuracy. In addition, the role of chance is often seen as too small.

What can become problematic?

Reality does not necessarily stick to how we believe we can influence it. Especially in the phase of business plan preparation, in forecasting the demand for our own products in general and in customer acquisition in particular, Major errors can occur due to this bias.

The combination with excessive optimism (see December newsletter) can lead to risks being overlooked (and therefore not taken into account) and generally positive aspects being weighted too heavily and disruptive factors being hidden.

 

Confirmation Bias

This bias allows statements and information that support our existing opinion to be given greater weight than those that speak against it. In addition, it easily leads to selective perception and leaves important information hidden.

The effect is strongly influenced by how our environment is structured (conform vs. diverse), which sources of information we consume or how the opinion-forming process works.

What can happen?

During business foundation or expansion we invest a lot in our idea - emotions, time and money - and have relatively few facts that give us certainty. The challenge is to objectively assess the constantly new information coming in over time, therefore to interpret both positive and negative signals correctly.

Not every plan or part of the company will be successful, the confirmation error can easily lead to following an idea for too long and not changing track in time (there is a close connection to sunk cost fallacy).

 

Self serving bias

This is the tendency to blame external factors for failures (customers, competitors, partners,...) and to attribute success to one's own competencies, skills and decisions. This easily leads to an intensification of the overconfidence bias discussed above.

Why? The overconfidence bias is based on the distorted assessment of one's own influence on the outside world. If we now refer to positive events as an effect of our own competence, we believe in them more and more firmly and distance ourselves further from reality.

Which effects might follow?

Assessing business success as realistically as possible is a major challenge, since the next decisions as well as corporate management are based on it. Small units in particular can easily draw the wrong conclusions here, provided they do not involve people who relativize the perspective by looking at it from the outside.

Important decisions need a good foundation and are ideally illuminated from different perspectives. Feedback, questions and sparring need not take long (the "stupid" questions can be the best) - to refrain from this certainly poses a risk.

 

How can I take the topic further?

In addition to these 3 biases, there are more that are relevant in the start-up phase as well as in the reorientation of the existing business - please contact me HERE for further information.

We develop concrete measures against these and other biases individually or in workshops - HERE you can find further Information.

23.01.2020 17:35

Biases in der Gründungsphase & beim Geschäftsausbau

Ein Unternehmen zu gründen bzw. auszubauen bedeutet viele Entscheidungen zu treffen. Unsere unbewusste Seite ist selbstverständlich höchst aktiv und führt uns leicht auf die falsche Spur - hier die wichtigsten Biases, die auch mich in den letzten Monaten intensiv begleitet haben. 

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Overconfidence (übertriebenes Selbstvertrauen)

Selbstvertrauen ist gut und notwendig während der Gründung. Dieser Denkfehler liegt jedoch darin die eigenen Fähigkeiten und Beurteilungen wesentlich besser zu sehen als sie sind. Dazu gehört auch den persönlichen Einfluss auf ein Ergebnis einschätzen zu können.

Es ist in vielen Studien belegt, dass das Vertrauen in die eigenen Einschätzungen und Prognosen deutlich höher ist als die entsprechende Genauigkeit. Daneben wird die Rolle des Zufalls gerne als zu gering eingeschätzt.

Was kann dabei problematisch werden? 

Die Realität hält sich nicht zwangsläufig daran, wie wir glauben sie beeinflussen zu können. Vor allem in der Phase der Business Plan-Erstellung, in der Prognose der Nachfrage nach den eigenen Produkten im allgemeinen und in der Kundenakquise im speziellen können grobe Fehler aufgrund dieses Biases passieren.

Die Verbindung mit übermäßigem Optimismus (s. Dezember-Newsletter) kann dazu führen, Risiken zu übersehen (und daher nicht zu berücksichtigen) sowie generell positive Aspekte zu stark zu gewichten und Störendes auszublenden.

 

Confirmation Bias (Bestätigungsfehler)

Dieser Bias lässt und Aussagen und Informationen, die unsere bestehende Meinung stützen, stärken gewichten als die, die dagegen sprechen. Daneben führt er leicht zu einer selektiven Wahrnehmung und lässt wichtige Informationen ausgeblendet.

Der Effekt wird stark davon geprägt, wie unser Umfeld strukturiert ist (konform vs divers), welche Informationsquellen wir konsumieren oder wie der Prozess der Meinungsbildung funktioniert.

Was kann passieren? 

In der Gründung investieren wir viel in unsere Idee - Emotionen, Zeit und Geld - und haben dabei relativ wenige Fakten, die uns Sicherheit geben. Die Herausforderung besteht darin die ständig neu hereinkommenden Informationen im Laufe der Zeit objektiv zu beurteilen, daher sowohl positive als auch negative Signale richtig zu interpretieren.

Nicht jeder Plan oder Teil des Unternehmens wird erfolgreich sein, der Bestätigungsfehler kann leicht dazu führen zu lange einer Idee zu folgen und nicht rechtzeitig die Spur zu wechseln (hier gibt es einen engen Konnex zur sunk cost fallacy).

 

Self serving bias

Das ist die Tendenz externe Faktoren für Misserfolge verantwortlich zu machen (Kunden, Konkurrenz, Partner,…) und Erfolge auf eigene Kompetenzen, Fähigkeiten und Entscheidungen zurück zu führen. Dies führt leicht zu einer Verstärkung des oben behandelten overconfidence bias. Warum? Der overconfidence bias basiert auf der verzerrten Einschätzung des eigenen Einflusses auf die Außenwelt. Wenn wir nun positive Ereignisse als Auswirkung der eigenen Kompetenz beziehen, glauben wir immer fester daran und entfernen uns weiter von der Realität.

Was können Effekte sein? 

Die möglichst realistische Einschätzung des Geschäftserfolgs stellt eine gro0e Herausforderung dar, da die nächsten Entscheidungen sowie die Unternehmenssteuerung davon ausgehen. Speziell EPUs können hier leicht falsche Schlussfolgerungen treffen, sofern sie keine Personen hinzuziehen, die die Perspektive durch den Blick von außen relativieren.

Wichtige Entscheidungen brauchen ein gutes Fundament und werden im Idealfall aus verschiedenen Perspektiven beleuchtet. Feedback, Fragen und Sparring müssen nicht lange dauern (die „dummen“ Fragen können die besten sein) – darauf zu verzichten stellt sicherlich ein Risiko dar.

 

Was kann ich das Thema weiter nehmen?

Neben diesen 3 Biases sind noch mehr in der Gründungsphase sowie bei Neuausrichtung des bestehendes Geschäfts relevant - kontaktiere mich gerne HIER für weitere Informationen.

Wir erarbeiten konkrete Maßnahmen gegen diese und weitere Biases ganz individuell oder in Workshops - HIER finden sich weitere Informationen dazu.

18.01.2020 10:12

Personal development - what is the right approach?

The new year usually is full of intentions to improve, change and implement topics of personal development. What is your opinion on the right approach? 

[In der Blog-Übersicht wird hier ein Weiterlesen-Link angezeigt]

Whilst we all know that very few of these plans get really done, it raises the question which path to choose in the first place.

There are essentially two sets of offerings around:

  1. Outside-in: apply a certain technique, copy-paste a working solution from somewhere else, implement a new tool, etc The basic principle is to provide a quick fix by telling you what works. By implementing it, the promise is to get you a workable solution.
  2. Inside-out: focus on the long term development, invest now to earn improvements later. The principle is to engage with your underlying and deeply rooted paradigms, beliefs and values and to avoid one-size-fits-all approaches.

In my work, I focus a lot on unconscious mental patterns and biases and their effects on thinking, deciding and implementing in the business world. Both mentioned elements are included to a certain degree. What do you think? Short-term fix or long-term investment? Or both?

Let's start a dialogue - I appreciate to receive your thoughts!

HERE are the ways to contact me 

26.11.2019 11:54

Mindful De-Biasing @University of Vienna

Taking part in the first alma mentoring convention at the University of Vienna recently, Barbara Riedenbauer and myself had the pleasure to host an intro workshop on "Mindful De-Biasing".

[In der Blog-Übersicht wird hier ein Weiterlesen-Link angezeigt]

The target in this format is to learn about personal thinking patterns and biases and to experience mindfulness impulses as well as concrete tools. The benefit is to improve both self management and decision competence. We were excited about the interest in our (sold-out) workshop, the engaged discussions and the excellent feedback - also for us there were valuable impulses and take-aways!
21.11.2019 14:38

B2B Online Europe 2019

I had the pleasure of chairing this year's B2B Online Europe Conference in Barcelona on the second day.
Well-known companies such as Microsoft, Siemens or ABB presented their paths in various digital topics such as eCommerce, Customer Experience or digital strategies.

[In der Blog-Übersicht wird hier ein Weiterlesen-Link angezeigt]

I took the following three points with me as the most important:
- Focus on individual customer needs as a success factor
- Using data effectively and responsibly at the same time
- Human" topics such as change management (also internally!), overcoming organizational silos and the right competencies in the organization are at least as important as pure technology.

My keynote was mainly about the third point and had the titel "Customer centricity and analogue implications". It was an outlook what digitalisation means to the "analogue" devices of human beings. There are massive changes ahead of us, consequently the question is which competences are needed to deal with them.

Essentially I expect three field of necessary change:

  1. Digital competencies - rather straightforward to name, less clear what exactly needs to be done
  2. Leadership competences - digitalisation means that the ecosystem in companies is changing. Conference participants saw organisational silos as main problem.
  3. Cognitive & social competences - less straightforward but key as shown in recent studies. Challenge here is that these competences are not as clearly visible as technical skills for needed in order to make individuals fit for the future.

The detailed considerations are summarised in a separate document - if you are interested, just click to download the extended version of my speech.